Gute Nachrichten!

Alte Zeitungen gehören ab sofort nicht mehr ins Altpapier, sondern als geflochtene Körbchen in neuem Glanz in unsere 4 Wände – oder auf die nächste Party! Egal ob als Blumenübertopf (am besten mit Teichfolie ausgekleidet, darf nur nicht nass werden!) oder als Aufbewahrungskörbchen – selbst Getränkeflaschen können so im Körbchen verschwinden und fügen sich in das Gesamtbild und das Farbkonzept auf dem Tisch ein. Wir sind von so hübschem Upcycling absolut begeistert!

Zu diesem DIY gibt’s auch auf YouTube eine Anleitung von uns.
Falls ihr also auf bewegte Bilder gerade mehr Lust habt, schaut doch auch mal hier vorbei: 
DIY Aufbewahrungskörbchen aus Zeitungspapier flechten

Wir benötigen:

  • Ausgelesene Zeitungen
  • Schere, Kleber, Lineal & Schnur
  • Ein Muster, das als Vorlage/Gerüst dient und an der hoch geflochten wird
    (Hier eignen sich je nach gewünschter Größe und Form des späteren Körbchens Schuhkartons, Aufbewahrungskörbchen, Backformen, Blumentöpfe, etc. – wichtig ist bloß, dass euer Muster stabil ist)
  • 2x feste Pappe
    (die sollte mindestens so groß sein wie die Grundfläche eures Musters)
  • Klebeband
    (das ist später nicht sichtbar, muss also kein durchsichtiges sein)
  • Heißklebepistole oder ähnlich starken Kleber
    (Das ist eine gute für kleines Geld: amzn.to/2O1xAXH*)
  • Optional: Farbe und Pinsel
    (Hier können Wand-, Acryl- oder Kreidefarben problemlos verwendet werden)

Anleitung:

Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Druckerschwärze färben die Zeitungen bei diesem DIY eure Finger und euren Tisch. Bei uns ließ sich beides problemlos mit Wasser und Seife (und Schrubben) entfernen, falls ihr einen empfindlichen Tisch habt: Legt lieber eine Schutzmatte o.ä. unter.

  1. Die Zeitungen an der langen, geschlossenen Seite aufschneiden und anschließend halbieren, sodass wir lange, breite Zeitungsstreifen erhalten.
  1. Jetzt beginnt die Fleißarbeit: Aus jedem dieser Streifen wird ein Röllchen geformt, das später zum Flechten verwendet wird – ähnlich wie bei Weidenkörben. Dazu den Streifen eng über den Schaschlikspieß aufrollen. Den Winkel zwischen Spieß und langer Zeitungsseite dabei klein halten, sonst werden die Röllchen zu kurz und zu fest.
  2. Den Schaschlikspieß immer weiter einrollen, mit einer Hand fixieren, den Spieß ein Stückchen herausziehen und weiter rollen. Den Spieß immer etwas unter Spannung halten, so wird das Röllchen schön gleichmäßig.

Insgesamt haben wir für je ein Körbchen (das eckige hat z.B. die Maße 35cm x 20cm mit einer Höhe von 15cm) um die 80 – 95 Röllchen benötigt. Zugegeben, das scheint im ersten Moment eine sehr zeitintensive und nervenstrapazierede Aufgabe zu sein, aber wir garantieren euch: Nach ein paar Röllchen geht das Aufrollen wie von selbst und mit einem guten Film nebenher verfliegt die Zeit! An einem Körbchen, inklusive Rollen, Flechten und Päuschen, haben wir um die 2-3 Stunden gewerkelt.

  1. Die letzte Ecke mit Kleber einstreichen und zusammenrollen. Wenn genügend Röllchen vorbereitet sind, kümmern wir uns um den Boden des Körbchens. Dazu das Muster auf die Pappe stellen, mit einem Stift die Grundfläche darauf übertragen und ausschneiden, mit der zweiten Pappe genauso verfahren.
  1. Auf einem der Pappstücke wird ausgemessen und eingezeichnet, wo sich später die Längsstreben des Körbchens (also die Röllchen, die nach oben ragen und die umflochten werden) befinden sollen.
    Wie viele benötigt werden hängt natürlich von der Größe des Körbchens ab, der Abstand der Streben ist hier aber entscheidend. 3-4cm ist optimal, wird der Abstand viel größer gewählt, wird das Körbchen deutlich instabiler, wird er viel kleiner gewählt, ist das Flechten schnell zu friemelig.


Unbedingt beachten: Wir flechten uns um das Körbchen herum von unten nach oben und benötigen dazu (dass eben immer ein Röllchen drüber und drunter geflochten werden kann) eine ungerade Anzahl dieser Längsstreben. Bei runden Grundformen ist das kein Problem, bei eckigen einfach auf einer Seite eine Strebe mehr oder weniger anbringen, das fällt später kaum auf.

  1. Ist alles eingezeichnet, Pappe mit ordentlich Kleber bestreichen. Ein Stück der Längsstreben umknicken, plattdrücken und aufkleben, zusätzlich mit Klebeband fixieren – das ist der Boden des Körbchens, der muss halten.
  2. Das zweite Stück Pappe gut mit Kleber bestreichen und darüber aufkleben, fest andrücken, ggf. eine Stunde beschweren.
  1. Das Muster auf die fertige Bodenkonstruktion stellen, alle Längsstreben um das Muster herum hochklappen und mit einem Stück Schnur festbinden. Die Längsstreben gerade anordnen – keine Sorge, wenn die ganze Konstruktion zu Beginn noch sehr instabil wirkt, je mehr Reihen ihr flechtet, umso einfacher wird’s.
  2. Nun geht’s ans Flechten. Je ein Röllchen vor dem Flechten plattdrücken, so werden sie flexibler. Das erste Röllchen hinter einer Längsstrebe festkleben und losflechten! Das bedeutet konkret: Das Papierröllchen einmal über einer Strebe durchfädeln, unter die nächste, dann wieder drüber – immer im Wechsel.
  3. Wenn das eingeflochtene Röllchen noch ca. 10cm lang ist, das Ende schräg anschneiden, etwas Kleber darauf streichen und ein weiteres, plattgedrücktes Röllchen darauf stecken. So arbeiten wir uns weiter vor, bis das Körbchen die gewünschte Höhe erreicht hat.

Zwischendurch immer mal wieder das bereits Geflochtene mit einer Hand etwas nach unten schieben und gleichzeitig mit der anderen Hand die Längsstreben nach oben ziehen. So wird das Geflecht schön fest und es entstehen keine Lücken.

Nach 5-6 Reihen kann die Schnur entfernt werden, dann sollten die Streben schon von alleine stehen. Das sorgt dafür, dass die neuen Röllchen einfach über die Streben gefädelt werden können.

  1. Wenn das Körbchen fertig ist, das letzte Röllchen bündig abschneiden, mit etwas Kleber bestreichen und wieder hinter einer Längsstrebe festkleben.
  2. Das verwendete Muster vorsichtig aus dem geflochtenen Körbchen lösen. Die Längsstreben auf die gewünschte Länge kürzen und nach innen umklappen – wir haben sie so lange gelassen, dass sie innen bis auf den Boden reichen. Mit Heißkleber festkleben (Achtung, nicht verbrennen!).
  1. Das fertige Körbchen nach Bedarf anmalen. Viel Spaß beim Nachmachen!

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