Kommt ein Vöglein geflogen

Ob mit einer ganzen Schar dieser im wahrsten Sinne des Wortes süßen Vögelchen oder nur vereinzelt auf der Voliere drapiert, eins ist klar: Diese Torte ist ein Hingucker und fast zu schade zum Anschneiden. Ihr solltet euch dennoch überwinden, unter dem Fondant verbirgt sich nämlich ein herrlich duftender und leckerer Lavendeltraum. Wir wissen, dass die lilafarbenen Blüten nicht jedermanns Geschmack treffen, aber keine Sorge: Den Geschmack liefert der Sirup, wodurch der Lavendel nicht zu penetrant wirkt – Definitiv ein Experiment wert!

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Tipps & Tricks rund um’s Torten backen, Einstreichen, Einschlagen und Stapeln findet ihr in
unserem Torten 1×1.

Bei diesem Rezept sollten die Zutaten nach Möglichkeit nicht frisch aus dem Kühlschrank, sondern zimmerwarm verarbeitet werden – so klappt’s am besten.

Wir benötigen für Vögelchen, Schmetterlinge & Blümchen:

Die Dekorationselemente sollten nach Möglichkeit über Nacht durchtrocknen können, sie sollten also bestenfalls am Vortag hergestellt werden. Sie können aber auch problemlos bereits Wochen zuvor hergestellt und bei Zimmertemperatur und abgedeckt (vor Sonnenlicht und Staub geschützt) aufbewahrt werden.

  • Je nach gewünschter Dekorationsmenge 200-300g Blütenpaste (Hier verwendet: Flower & Modelling Paste von Renshaw)
  • Etwas Speisestärke
  • Ausstecher (Blümchen, Schmetterlinge, Herzchen)
  • Eine kleine Lochtülle
  • Ein Stück Karton oder festeres Papier
  • Pastenfarbe (Hier verwendet: Rainbow Dust ProGel Farben für Blümchen und Blätter: „Yellow“, „Purple“ und „Leaf Green“)
  • Zuckerkleber (Siehe Torten 1×1)
  • eventuell Pinsel und Puderfarbe zum Bemalen der Vögel (Hier verwendet: Rainbow Dust „Pink Candy“)

Die Herstellung der Blümchen und Schmetterlinge ist denkbar einfach: Wir rollen unsere Blütenpaste auf etwas Speisestärke möglichst dünn und stechen uns Blüten und Tierchen einfach aus.
Wer möchte, nimmt sich eine kleine Lochtülle zur Hand und stanzt aus den Schmetterlingsflügeln ein Muster aus.

Ein Stück Tonkarton in der Mitte falten und die Schmetterlinge so darauf je nach Blütenpaste ein paar Stunden aushärten lassen, das sorgt dafür, dass sie später nicht platt auf dem Gebäck sitzen, sondern aussehen, als wären sie für einen kleinen Snack nur kurz gelandet.

Anleitung Vögelchen:

  1. Für die Vögelchen starten wir mit einer einfachen Kugel aus Blütenpaste.
  1. Aus dieser formen wir grob einen Kegel.
  1. Knapp eine Fingerbreite von der dünneren Seite des Kegels aus, wird eine Art Hals geformt, indem die Blütenpaste etwas eingedrückt wird.
  1. Der entstandene Knubbel wird der Kopf des Vögelchens und leicht nach oben gedrückt.
  1. Mit den Fingerspitzen wird behutsam ein kleiner Schnabel geformt.
  1. Unserem Vogel fehlen noch die Schwanzfedern. Dazu drücken wir die Blütenpaste an der Hinterseite platt auf den Tisch.
  1. Je nachdem wie lang die Schwanzfedern werden sollen, kann nun die Form bestimmt werden.
  1. Mit einem (Plastik-)Messer oder einem Zahnstocher drücken wir vorsichtig kleine Striche in das Gefieder. Alles in Form bringen und über Nacht aushärten lassen.
  1. Soll das Tier in Form trocknen und Beispielsweise am Rand der Torte sitzen, kann es direkt auf der verwendeten Back- oder einer ähnlichen Form platziert werden, Federn und Körper zurechtrücken und so antrocknen lassen.
  1. Für die Flügel verwenden wir einen Herzausstecher. Wer keinen zu Hand hat, kann die Form auch mit Hilfe einer Vorlage aus Pappe und einem Cutter ausschneiden.
  1. Das Herz einmal in der Mitte teilen und mit den Fingern die Seiten abrunden.
  1. Mit etwas Zuckerkleber aufkleben und mit Hilfe eines Schneiderads oder eines Zahnstochers kleine Linien hineinprägen.

Für einen realistischeren Effekt können mit einem trockenen, weichen Pinsel und Puderfarbe die Flügel und das Schwänzchen des Vögelchens bemalt werden.

Zutaten:

Für die Kuchen: (12,5er Backform, 12,5er Halbkugel, 20er Backform)

Folgende Teigmenge benötigen wir zwei Mal. Einmal rühren wir den Teig an und teilen ihn auf die beiden 12,5er Formen auf, dann rühren wir ihn ein zweites Mal an und füllen ihn komplett in die 20er Form.

  • 4 Eier (Größe L)
  • 150g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 400g Mehl
  • 2 TL Backpulver (ca. 10g)
  • 160g Milch
  • 130g Rapsöl
  • 2 TL Vanilleextrakt

Wer keine Halbkugel-Backform zur Hand hat und sich auch keine zulegen möchte (vielseitig einsetzbar, Investition lohnt sich), backt die Teigmenge auf 2 gängigen 12,5er Formen aufgeteilt. Nach dem Füllen und Kühlen kann so die Kuppelform mit einem scharfen Messer zurecht geschnitzt werden.

Für die Buttercreme:

Diese Menge reicht zum Füllen und Einstreichen des zusammengesetzten Vogelkäfigs, sowie der flacheren Torte darunter.

  • 225g Eiweiß (ungefähr 7-8 Eier)
  • 375g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 750g Butter

Für den Lavendel-Sirup:

Wer ein schwächeres Lavendel-Aroma bevorzugt, kann die Blütenmenge auf 1 EL reduzieren oder weniger Sirup zum Tränken verwenden. Übrig gebliebener Sirup macht sich hübsch verpackt auch als tolles Gastgeschenk und schmeckt bspw. in einem Glas Sekt hervorragend.

Wer gar keinen Lavendel mag, ersetzt ihn durch 2 TL Vanilleextrakt oder die Hälfte des Wassers durch Rum, solange die Flüssigkeitsmenge eingehalten wird, darf hier gerne experimentiert werden. Wer ganz auf Sirup verzichten möchte, kann die Zuckermenge im Kuchen ruhig auf 200g erhöhen.

  • 200g Wasser
  • 200g Zucker
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 EL Lavendelblüten

Außerdem:

  • Cakeboard
  • 1kg rosafarbenen Fondant (ca. 600g für den Vogelkäfig, ca. 400g für die Torte darunter, Hier verwendete Pastenfarbe: Rainbow Dust ProGel Farben, für Fondant in „Red“)
  • 200-250g weißen Fondant für die die Bordüren, die dünnen Fondantstränge und den oberen Knauf des Vogelkäfigs (Hier verwendet: Massa Ticino)
  • Etwas Speisestärke
  • Bordürenausstecher
  • Zuckerkleber (Siehe Torten 1×1)
  • Zahnstocher
  • Vorbereitete Vögelchen und Schmetterlinge, sowie ausgestochene Blümchen
  • Optional: Satinband in Gelb, Fondantpresse

Zubereitung Kuchen:

  1. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen, die Backformen mit etwas Butter einfetten und mit Mehl ausstäuben, in die Halbkugel legen wir zur Sicherheit noch 2 Streifen Backpapier.
  1. Eier, Zucker und Salz weißcremig aufschlagen.
  2. Mehl mit Backpulver gut vermengen, Milch und Öl separat abwiegen. Mehlgemisch, Milch und Öl abwechselnd unterrühren, Vanilleextrakt dazu geben. Teig in die Formen/die Form füllen.

Um eine schöne Kuppel zu erhalten, die Halbkugel zu gut 3/4 füllen, den Rest in die runde 12,5er Form füllen. Nach dem Backen muss der Kuchen so zwar etwas begradigt werden, Kuchenreste können aber zu Cakepops (Rezept gibt’s hier) verarbeitet oder einfach weggenascht werden.

Backzeiten:

  • 12,5 Halbkugel: 35-40min
  • 12,5 rund: 45-50min
  • 20 rund: 50-60min

Stäbchenprobe nicht vergessen, wenn die Kuchen zu dunkel werden, ggf. mit Alufolie abdecken.

Zubereitung Sirup:

  1. Wasser, Zucker und Zitronensaft in einen kleinen Topf geben und aufkochen. So lange köcheln lassen, bis sich der Zucker gelöst hat.
  2. Von der Herdplatte nehmen und die Lavendelblüten hinzufügen. Den Topfdeckel darauf geben und so gute 40min ziehen lassen. Nach Ablauf der Zeit durch ein Sieb geben.

Zubereitung Buttercreme:

  1. Eiweiß und Zucker in einer Schüssel auf einem Wasserbad erhitzen. Dazu einen Topf mit nur wenig Wasser füllen und die Schüssel darauf stellen, der heiße Dampf reicht völlig aus, das Wasser sollte die Schüssel nicht berühren.
  2. Auf schwacher Hitze und unter ständigem Rühren vorsichtig erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Reibt dazu etwas von der Eiweißmischung aus eurem Topf zwischen den Fingern, sind keine Zuckerkörnchen mehr zu spüren, von der Herdplatte nehmen. Nicht zu lange oder zu heiß erhitzen, stockt das Eiweiß, ist die Masse nicht mehr zu gebrauchen.
  3. Mit einer guten Prise Salz das Eiweiß-Zucker-Gemisch auf hoher Stufe aufschlagen, bis die Masse fest geworden und wieder vollständig abgekühlt ist.
  4. Nach und nach die Butter unterrühren, ungefähr 3-5min weiterschlagen.

Anleitung Torte:

  1. Nachdem alle drei Kuchen abgekühlt sind, können wir fortfahren und begradigen zu allererst unsere Kuchen nach Bedarf. Die Halbkugel, sowie den Kuchen mit 20cm Durchmesser schneiden wir in 2 Böden, den Kuchen mit 12,5cm Durchmesser in 4 Böden.
  2. Mit dem abgekühlten Sirup können nun die Böden getränkt werden.
  3. Etwas Buttercreme auf ein passendes Cakeboard geben und den ersten 20cm-Boden darauf setzen. Mit Buttercreme ungefähr einen Zentimeter dick füllen, den zweiten Boden darauf setzen. So wandert unsere erste Torte für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.
  4. Bei der zweiten Torte beginnen wir mit den runden 12,5cm Böden. Den ersten Boden wieder mit etwas Buttercreme auf ein passendes Cakeboard kleben. Hier ist unsere Buttercreme-Füllung nur etwa 3-4mm dick, das sorgt für zusätzliche Stabilität. Wenn alle runden Böden zusammengesetzt sind, werden die letzten beiden der Halbkugel draufgesetzt. Auch diese Torte stellen wir mindestens eine Stunde kalt.
  1. Mit dem Rest der Buttercreme streichen wir nun die Torten glatt ein und stellen sie eine weitere Stunde kalt.
  2. Beim Einstreichen von Torten mit Rundungen kann euch ein sogenannter „Flexi Smoother“, (z.B. über amzn.to/2z671dm*, mit dem wird normalerweise Fondant geglättet), die Arbeit erleichtern. Keine Sorge, es klappt auch mit einer normalen Palette und eventuelle Unebenheiten können durch Deko gut kaschiert werden!
  3. Fondant ggf. färben, weich kneten und auf etwas Speisestärke dünn ausrollen. Beide Torten mit Fondant einschlagen, die untere wie gewohnt glätten, Überschüsse abschneiden. Für die obere verwenden wir keinen herkömmlichen Glätter, der hinterlässt bei der runden Form schnell kleine Macken und Abdrücke in der Fondantdecke. Wir verwenden ein Stück des vom Eindecken übrig gebliebenen Fondants. Diesen rollen wir grob zu einer Kugel, streichen damit vorsichtig über die Kuppel und glätten diese so. Beide Torten zusammensetzen.
  1. Weißen Fondant auf etwas Speisestärke ausrollen, mit dem Bordüren-Ausstecher auf die benötigte Länge ausstechen, wer möchte, kann mit einer dünnen Lochtülle oder einem Zahnstocher ein Muster ausstanzen oder prägen.
  2. Die Bordüre 10-15 Minuten etwas antrocknen lassen, vorsichtig aufrollen und mit etwas Zuckerkleber um den Rand der Torte, sowie oben befestigen.
  1. Dünne Fondantstränge rollen und zwischen die Bordüren sowie oben mit etwas Zuckerkleber anbringen.

Das klappt per Hand, richtig hilfreich und auch für andere Projekte sehr nützlich ist hierbei allerdings eine Fondantpresse  (z.B. über amzn.to/2KAruLV*).

  1. Aus dem übrig gebliebenen Fondant rollen wir uns eine größere und eine kleine Kugel und befestigen diese mit etwas Zuckerkleber und einem Zahnstocher auf dem Vogelkäfig.
  2. Zu guter Letzt werden Blümchen, Schmetterlinge, sowie Vögel an der Torte festgeklebt. Wer mag, bindet als schönen Abschluss ein Satinband um die untere Torte.

Die Vögel sollten nicht zu groß modelliert werden, je schwerer sie sind, desto schlechter halten sie später an der Torte. Mit Zahnstochern können die Vögelchen während dem Trocknen des Klebers an Ort und Stelle gehalten werden. Wen die kleinen Löcher später stören, klebt ein Blümchen drüber!

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