Rustikale Holz-Optik

Diese Torte ist ein Paradebeispiel dafür, dass originelle Backkunst oft komplizierter scheint, als sie in ihrer Herstellung tatsächlich ist. Die Blümchen sind fix modelliert, bei den „Brettern“ kann fast nichts schiefgehen und auch die rustikale Optik verzeiht viele Fehler beim Einstreichen und Eindecken der Torte.

Tipps & Tricks rund um’s Torten backen, Einstreichen und Einschlagen findet ihr in
unserem Torten 1×1.
Bei diesem Rezept sollten die Zutaten nach Möglichkeit nicht frisch aus dem Kühlschrank, sondern zimmerwarm verarbeitet werden – so klappt’s am besten.

Anleitung Präge- und Rüschenblumen:

Die Dekorationselemente müssen mindestens über Nacht durchtrocknen können, sie sollten also spätestens am Vortag hergestellt werden. Sie können aber auch problemlos bereits Wochen zuvor hergestellt und bei Zimmertemperatur und abgedeckt (vor Sonnenlicht und Staub geschützt) aufbewahrt werden.

Wir benötigen:

Für die Prägeblumen:

  • Blütenpaste in den Farben eurer Wahl (Hier verwendet: Rainbow Dust ProGel „turquoise“)
  • Etwas Speisestärke
  • Prägemould und passender Ausstecher (Hier verwender: „dekofee Präge Set Petunie“)
  • Zuckerkleber (Siehe Torten 1×1)
  • Essbare Perlen

Für die Rüschenblumen:

  • Blütenpaste in den Farben eurer Wahl (Hier verwendet: Rainbow Dust ProGel „peach“)
  • Etwas Speisestärke
  • Ausstecher rund, gewellt, in mindestens 2 Größen 
  • Schaumstoffmatte
  • Balltool
  • Zuckerkleber (Siehe Torten 1×1)
  • Frischhaltefolie

Prägeblumen:

  1. Blütenpaste ggf. färben und dünn auf etwas Speisestärke ausrollen, mit dem passenden Ausstecher Blumen ausstechen. Die Silikon-Prägeform mit etwas Speisestärke abpudern und die ausgestochene Blume passend auf die vertiefte Seite der Form legen.
  1. Mit leichtem Druck die Form zusammendrücken, dabei gilt: je dicker die Blütenpaste ausgerollt wurde, umso fester muss die Form zusammengdrückt werden, damit sich die Form wirklich gut abbildet. 
  1. Schon fertig! Ggf. eine Perle in die Mitte der Blume mit etwas Zuckerkleber aufkleben und vollständig aushärten lassen. Dazu je nach verwendeter Blütenpaste etwas Alufolie in Form biegen, die Blüte in Form bringen und darauf setzen.

Rüschenblumen:

Keine Zeit für aufwendige Blümchen? Hier gibt’s eine Lösung für alle, die es eilig haben. Absolute Last-Minute-Empfehlung – über Nacht durchtrocknen sollten sie nach Möglichkeit aber trotzdem!

  1. Blütenpaste ggf. färben und dünn auf etwas Speisestärke ausrollen. 2 kleinere gewellte Kreise ausstechen und mit dem Balltool von der Mitte nach außen die Wellen ausdünnen.
  1. Etwas Zuckerkleber in die Mitte des einen Kreises geben, den anderen auflegen und festdrücken.
  1. In die Mitte wieder etwas Zuckerkleber aufstreichen.
  1. Mit beiden Händen die Kreise nehmen und vorsichtig zusammendrücken, sodass die ausgedünnte wellige Seite nach oben zeigt.
  1. Die Rüschenblume sieht zum jetzigen Zeitpunkt so aus.
  1. Über eine Ausstechform (oder bspw. eine Tasse) etwas Frischhaltefolie legen und die Rüschenblume so iin Form etwas antrocknen lassen. Sobald sie etwas stabiler geworden ist, Schritt 1.-3. mit einem größeren Kreisausstecher wiederholen.
  1. Etwas Kleber auf die größeren, ausgedünnten Kreise geben und die kleine, angetrocknete Rüschenblume darauflegen.
  1. Die Blütenpasten-Kreise um die kleine Rüschenblume herum fest andrücken, die Blume sieht jetzt so aus. Wie in Schritt 6. beschrieben aushärten lassen. Die Blume kann nach Belieben vergrößert werden, dazu mit größeren Ausstechern die Schritte wiederholen.

Zutaten:

Hinweis zur Zubereitung:

Nicht nur als kleine Törtchen (Rezept & Anleitung gibt’s hier) garniert machen die herrlich lockeren Böden in Kombination mit Holunderblütencreme und Himbeeren eine gute Figur.
Hier findet ihr die Mengenangaben, die für eine Torte mit einer Höhe von ungefähr 10cm benötigt werden, die Zubereitung von Creme und Tortenböden ist einfach, hier könnt ihr die einzelnen Schritte, sowie das Zusammensetzen der Torte nachlesen, die Backzeit verkürzt sich bei dieser Torte auf 25-30min im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/Unterhitze.

Für den Kuchen:
20er Form, 2 Mal backen für 4 Böden:

  • 230g Mehl
  • 3TL Backpulver (ca. 15g)
  • 20g Stärke
  • 150g Zucker
  • 230g Mineralwasser mit Kohlensäure
  • 40g Rapsöl

Für die Creme-Füllung:

  • 250g Milch
  • 40g Holunderblütensirup
  • 50g Zucker
  • 50g Mehl
  • 250g Butter

Für die Ganache:

  • 600g weiße Schokolade oder Kuvertüre
  • 200g Sahne

Außerdem:

  • 250g frische Himbeeren
  • Etwas Himbeerfruchtaufstrich

Die Tortenböden sind ohnehin schon rein pflanzlich, wer auch die Creme vegan genießen möchte nimmt statt Kuhmilch einen pflanzlichen Drink (unsere Empfehlung ist „Soja-light“ oder „Soja Vanille“ von Alpro) und statt Butter pflanzliche Margarine. Unbedingt darauf achten, dass es keine streichfähige ist, hier ist unsere Empfehlung „Alsan“. Findet ihr in jedem gut sortierten Supermarkt und funktioniert in jeder „Butter“-Creme hervorragend!

Anleitung Torte:

Wir benötigen:

  • Optional: Cakeboard
  • 700g braunen Fondant

Hier haben wir die Zuckermasse nicht mit Lebensmittelfarben, sondern mit Backkakao gefärbt. Das sorgt für eine schöne Färbung und verleiht dem Fondant (je nach Menge des hinzugefügten Kakaos) zusätzlich etwas schokoladigen Geschmack. Den Kakao einfach bis zur gewünschten Färbung in den Fondant kneten, keine Sorge, wenn es anfangs aussieht, als würde sich beides nicht richtig verbinden, es dauert etwas länger, klappt aber problemlos.

  • Etwas Speisestärke
  • Etwas Wasser
  • Fondantglätter
  • Wafer Paper (Wafer Paper ist im Prinzip nichts anderes als dünnes Esspapier und relativ geschmacksneutral, erhältlich über diverse Online-Shops)
  • Schaschlikspieß
  • Vorbereitete Blümchen-Drahtgestecke aus Blütenpaste (Zur Anleitung geht’s hier lang)
  • Vorbereitete Präge- und Rüschen-Blumen

Die kleinen Perlchen auf der Torte dienen wie die kleinen Blümchen-Drahtgestecke aus Blütenpaste als Lückenfüller in unserem Blumenarrangement. Dazu einfach kleine Kügelchen aus Blütenpaste rollen und mit etwas Zuckerkleber auf einen Draht aufspießen. So vollständig aushärten lassen, anschließend je 2-5 Drahtenden miteinander verzwirbeln – Fertig!

Achtung: Draht nicht direkt in die Torte stecken! Für die Blumenarrangements kann hier auf kleine Strohhalme zurückgegriffen werden, diese in die Torte stecken, darin die Draht-Dekorationen anbringen. Eine andere Möglichkeit ist es kleine Kugeln aus Fondant zu formen, die nicht mitgegessen werden und die Draht-Dekorationen da rein zu stecken oder sie darauf zu platzieren. 

  1. Beide Kuchen mit Hilfe einer Tortensäge oder eines großen Messers in 2 gleich dicke Böden schneiden.
  2. Etwas übrige Ganache oder Creme auf ein passendes Cakeboard streichen und einen der 4 Böden darauflegen. Die Torte wie in hier beschrieben füllen und mindestens 1 Stunde kalt stellen.
  3. Währenddessen Ganache herstellen, dazu Schokolade fein hacken, Sahne aufkochen und darüber geben. Eine Minute stehen lassen, dann verrühren, bis sich die Ganache zu einer homogenen Masse verbunden hat. Abkühlen lassen, ab und an umrühren, läuft die Ganache zähflüssig vom Löffel, lässt sie sich gut verarbeiten. Torte glatt einstreichen.
  4. Für die Holzoptik der Torte schlagen wir sie nicht in einem Stück mit Fondant ein, sondern decken nur die Oberseite glatt mit Fondant ein und bringen die Bretter einzeln um die Torte herum an.
  1. Fondant dazu auf etwas Speisestärke ausrollen, den Durchmesser der Torte grob zuschneiden. Oberseite der Torte leicht (!) mit Wasser anfeuchten und den Fondant-Kreis darauf geben, mit einem Fondantglätter von innen nach außen glatt streichen.
  2. Überstände mit einem scharfen Messer abschneiden.

    Kein Problem, wenn die Kanten der Torte nicht ganz gerade oder sauber abgeschnitten sind. Durch das überstehende „Holz“ sieht man später davon nichts mehr.

Bei dieser „Holz“-Herstellung gibt es kein richtig oder falsch. Hier darf unordentlich gearbeitet werden, das sorgt für einen realistischen Look!

  1. Ein Stück des übrigen Fondants auf etwas Speisestärke ausrollen, dabei etwas dicker lassen, als gewöhnlich, es wird nochmal ausgerollt.
    Ein Stück Wafer Paper ggf. passend zuschneiden und die rauere Seite des Papiers dünn mit Wasser bestreichen. Dabei zügig arbeiten, das Papier wird schnell klebrig.
  1. Mit der angefeuchteten Seite nach unten auf den Fondant legen und vorsichtig glatt streichen, bis das Wafer Paper vollständig an dem Fondant haftet. Optimal ist es, wenn es nur leicht klebt, ggf. nochmal an trockenen Stellen mit einem feuchten Pinsel drüber gehen. 
  1. In diesem Fall ist es kein Problem, wenn kleine Fältchen oder Blasen im Papier zu sehen sind, das kommt der Holz-Optik zu Gute.
  2. Fondant zuschneiden
  1. Das Wafer Paper mit den Fingern leicht auseinander ziehen, dehnen und reißen lassen.
  1. Nach Belieben wiederholen, bis ihr mit eurem Stück „Holz“ zufrieden seid, hier gibt es keine Regel wie zerrissen und abgenutzt das Ganze aussehen soll.
  1. Fondant in beide Richtungen dünn ausrollen, die Risse werden nun größer. Je nachdem wie feucht das Wafer Paper noch ist, das Fondant-Stück mit Speisestärke abpudern, sonst klebt es womöglich am Tisch oder dem Ausrollholz. Wenn die gewünschte Dicke erreicht ist, mit einem Schaschlikspieß o.ä. kleine Rillen, Einkerbungen und Macken in den Fondant prägen.
  1. Ein Messer vorsichtig hier und da unter das Wafer Paper schieben und dieses anheben, einreißen oder abstehen lassen. Die „Holz“-Platten so nun gut 15min antrocknen lassen, dann auf die gewünschte Höhe und Breite zuschneiden. Oben, wo die Platten über die Torte stehen können kleine Einschnitte für eine schöne alte Optik sorgen. So jedes der „Bretter“ mit etwas Wasser an die Torte kleben und mit den vorbereiteten Blumen nach Belieben ausgarnieren.
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Mary Sturm

Vielen Dank, alles hat sehr gut funktioniert.

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